Infektionen mit grünen Antibiotika natürlich behandeln
Antibiotika werden oft verordnet, sind aber häufig gar nicht notwendig. Im Gegenteil: Sie greifen die Darmflora an, schwächen das Immunsystem und bleiben oft wirkungslos, da die Krankheitserreger resistent gegen sie sind. Aus diesem Grund sind immer weniger Menschen bereit, im Krankheitsfall gleich zur chemischen Keule zu greifen. Die Natur bietet hier wirkungsvolle und schonende Alternativen: pflanzliche Antibiotika. Viele Pflanzen schützen sich aus eigener Kraft gegen Bakterien, Pilze und Viren; aus ihnen können pharmakologisch hochwirksame Substanzen gewonnen werden. Solche natürlichen Antibiotika wurden in allen Kulturen dieser Welt seit Jahrtausenden mit Erfolg eingesetzt – vom alten Ägypten über die Antike und das Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert.
Alternative Abwehrstrategien für das Immunsystem
Jede Erkrankung durch Mikroben bedeutet, dass das symbiotische Gleichgewicht von Mensch und Mikroorganismen gestört ist. Pathogene Keime können sich dann leichter einnisten und behaupten. Werden moderne Antibiotika eingesetzt, töten diese auch die „freundlichen“ und nützlichen Bakterienhelfer ab. Demgegenüber sind pflanzliche Antibiotika ein schonender Weg der Infektabwehr, für eine robuste Gesundheit und ein dauerhaft starkes Immunsystem; sie stimulieren die körpereigene Abwehrkraft und bieten Schutz vor schädlichen Stresseffekten. Außerdem können die alternativen Heilmittel langfristig angewendet werden, da sie meist gut verträglich und ohne relevante Nebenwirkungen sind. Ihre Stärke sind immunfördernde Faktoren, unter anderem Schutz vor Giftwirkungen, Organschutz, Antitumoraktivität und Regeneration. Einige Pflanzen sind zudem auch gegen bestimmte Krankheitserreger wirksam, so hat sich etwa Beifuß als hochpotentes Anti-Malaria-Mittel erwiesen.
Bewährte Hilfe aus dem Pflanzenreich
Bis ins letzte Jahrhundert beruhte die Behandlung von Infektionen auf traditionellen Heilmitteln. Belege für solche natürlichen, antibakteriell wirksamen Mittel finden sich in den Heilsystemen aller Weltkulturen seit mehr als 4.000 Jahren: im Ayurveda, in der chinesischen Medizin, in der antiken westlichen Medizin und bei zahllosen indigenen Bevölkerungen. Im alten Ägypten war beispielsweise Honig ein geschätztes Mittel bei Infektionen. Noch im Zweiten Weltkrieg behandelte man in Shanghai infizierte Hautwunden erfolgreich mit einer Salbe aus Honig und Schmalz. Weihrauch, Myrrhe, Zwiebeln und Knoblauch gehörten gleichfalls zu den traditionellen antibakteriell wirksamen Heilmitteln. Die antike griechische Medizin benutzte Wein und Essig als keimtötende Mittel bei infizierten Wunden. Dass auch Schimmelpilze antibiotisch wirken können, war lange vor der Entdeckung des Penicillins bekannt. Im antiken Griechenland und in Indien benutzte man bereits Schimmelpilze und Pflanzen zur Behandlung von Infektionen.
Alternative Abwehrstrategien für das Immunsystem
Seit der Entdeckung des Penicillins sind natürliche Antibiotika zunehmend in Vergessenheit geraten. Heute gehören synthetische Antibiotika zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten. Zwar haftet diesen das trügerische Image der „Wunderwaffe“ oder des „Allheilmittels“ an, doch sind sie immer auch ein Angriff auf die Lebensgemeinschaft des Menschen mit Mikroorganismen, die für seine Gesundheit und das Überleben gebraucht werden. Der übertriebene und nicht sachgerechte Einsatz von Antibiotika führt zudem zu einem weiteren großen Problem: Herkömmliche Antibiotika sind zunehmend unwirksam und lassen selbst harmlose Infektionen lebensbedrohlich werden. Demgegenüber setzen pflanzliche Alternativen auf bewährtes Naturheilwissen zur Abwehr schädlicher Angreifer.
Das unerschöpfliche Potenzial der Pflanzen
In der Naturheilkunde werden grüne Antibiotika seit Langem wieder erfolgreich bei den verschiedensten Beschwerden angewandt: bei Atemwegs- und Harnwegsinfekten, bei Magen-Darm-Beschwerden, Haut- und Pilzerkrankungen sowie zur Steigerung der Immunabwehr. Pflanzliche Mittel sind deutlich besser verträglich als chemische Antibiotika. Sie schonen die Darmflora, die ebenfalls wichtige Abwehraufgaben erfüllt. Weitere Vorteile der grünen Antibiotika sind ihre ganzheitlichen Wirkungen, erwünschte Synergieeffekte von Heilpflanzenkombinationen und die gute Wirksamkeit bei resistenten Keimen aufgrund ihrer komplexen Wirkstoffkomposition. Die natürlichen Alternativen nutzen den evolutionsbiologischen Vorteil komplexer Abwehrmechanismen aus Flora und Fauna. Dieses Wissen ist auch nützlich, um der zunehmenden Resistenz gegen synthetisch hergestellte Antibiotika etwas entgegenzusetzen. Der Gesundheitsexperte und Fachautor Dr. med. Eberhard J. Wormer stellt dazu in seinem Buch fest: „Pflanzen machen es durch die komplexe Komposition ihrer Inhaltsstoffe potenziellen Angreifern nicht so leicht wie die modernen Konstrukteure, die Antibiotika erfinden.“
Das Buch:
Dieses Buch zeigt das ganze Potenzial natürlicher Antibiotika: Es erklärt ausführlich, wie diese wirken und wann ihr Einsatz sinnvoll ist. Im Anschluss daran werden wichtige pflanzliche Antibiotika, ihre Eigenschaften, Einsatzgebiete und Darreichungsformen vorgestellt. Ein weiteres Kapitel geht zudem auf die Behandlungsmöglichkeiten der häufigsten Erkrankungen mit pflanzlichen Antibiotika ein.
Titel: Grüne Antibiotika. Heilkräftige Medizin aus dem Pflanzenreich.
Autor: Dr. med. Eberhard J. Wormer
Verlag: Mankau Verlag, 1. Aufl. Mai 2015
Details: Klappenbroschur, durchgehend farbig, 190 S., 16 x 22 cm
Preis: 16,95 Euro (D) / 17,50 Euro (A),
ISBN: 978-3-86374-224-9
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Interview mit Dr. med. Eberhard J. Wormer:
„Grüne Antibiotika sind unsere einzige Chance gegen resistente Keime – aber eine äußerst vielversprechende!“
Dr. Wormer ist u. a. als Buchautor tätig und veröffentlichte bereits zahlreiche Gesundheitsratgeber
von Team Mankau Verlag
„Machen wir uns nichts vor: Herkömmliche Antibiotika sind am Ende! Die katastrophale globale Resistenz zahlreicher gefährlicher Keime gegen diese Mittel ist nicht aufzuhalten, und wir können nichts dagegen tun. Aber nutzen wir die Chance, die die Natur uns bietet: Grüne, das heißt natürliche Antibiotika wehren infektiöse Erreger ab, stärken unser Immunsystem und haben – anders als ihre konventionellen ‚Kollegen‘ – keine schädliche Wirkung auf die Darmflora. Außerdem sind sie kaum zu ‚knacken‘.“ Dr. med. Eberhard J. Wormer, Arzt und Autor des Ratgebers „Grüne Antibiotika“, sieht in der antibiotischen Wirkung vieler Heilpflanzen und Pilze die letzte Chance gegen MRSA und andere resistente Krankheitskeime.
Herr Dr. Wormer, Sie haben sich eingehend mit dem Thema „Grüne Antibiotika“ auseinandergesetzt – was versteht man darunter, und wie unterscheiden sich grüne Antibiotika von herkömmlichen?
Dr. Wormer: Unter „grünen Antibiotika“ versteht man antibiotisch wirksame Heilmittel, die im Gegensatz zu den herkömmlichen Antibiotika nicht bevorzugt chemisch, biotechnisch oder synthetisch hergestellt wurden. Früher war meist von pflanzlichen oder „alternativen“ Antibiotika die Rede. Heute zählt man nicht nur Pflanzen und Pilze, sondern auch Naturprodukte wie Blütenhonig sowie Vitamin D, das in Nahrungsmitteln vorkommt und in der Haut durch Sonnenlicht produziert wird, zu den natürlichen Mitteln der Infektabwehr. Wichtige Unterschiede sind sicher, dass sie die Darmflora nicht schädigen und bislang keine Resistenzen von Erregern gegen grüne Antibiotika bekannt und zum Glück auch kaum zu erwarten sind.
Welche Vorteile haben alternative Antibiotika gegenüber ihren synthetischen „Kollegen“?
Dr. Wormer: Der größte Vorteil pflanzlicher Antibiotika ist ihre komplexe Wirkstoff-Komposition. Anders als bei konventionellen Antibiotika, die meist nur einen Wirkmechanismus haben, sind grüne Antibiotika von bakteriellen Angreifern nicht so leicht zu „knacken“. Zudem vermitteln sie meist kombinierte Wirkungen wie Immunstärkung sowie direkte und indirekte antibiotische Effekte. Darüber hinaus schonen sie, wie eben schon erwähnt, die körpereigene Bakterienflora. Wer moderne Antibiotika schluckt, muss damit rechnen, dass es Wochen dauern kann, bis die Darmflora wieder regeneriert ist. Eine geschädigte Darmflora macht jedoch anfällig für neue Infektionen – die Einnahme herkömmlicher Antibiotika kann also zu einem Teufelskreis führen.
Dank der Naturheilkunde ist heute eine große Zahl an wirksamen Heilpflanzen bekannt – welche davon sind im Hinblick auf ihre antibiotische Wirkung am bedeutendsten?
Dr. Wormer: Es gibt Tausende Studien, die alternative antibiotische Wirkstoffe in Säften, Tropfen, Tinkturen, als Tee und Pulver oder Tabletten bei Infektionskrankheiten untersucht haben. Nach meiner Kenntnis würde ich Cryptolepis, Sida, Beifuß, Echinacea, Ingwer, Honig und Vitamin D als die wichtigsten grünen Antibiotika einstufen.
Herkömmliche Antibiotika sind wegen zunehmender Resistenzen und ihrer Nebenwirkungen in die Schlagzeilen gekommen. Bei welchen Krankheiten können natürliche Antibiotika ihren Platz einnehmen?
Dr. Wormer: Grundsätzlich sind alle grünen Antibiotika mehr oder weniger stark gegen Bakterien und Parasiten wirksam, die Infektionskrankheiten verursachen. Grüne Antibiotika helfen bei Infektionen der Atemwege (Bronchitis, Sinusitis u. a.), der Haut (z. B. Wunden oder Ekzeme) und der Schleimhäute sowie bei Magen-Darm- und Harnwegsinfektionen. Und nicht zu vergessen: auch bei Malaria. Das sind die häufigsten Infektionskrankheiten. Wir beobachten eine alarmierende Zunahme von Krankheits- und Todesfällen durch MRSA und andere Krankenhauskeime – für Menschen, die sich mit diesen Antibiotika-resistenten Erregern angesteckt haben, sind grüne Antibiotika die letzte Hoffnung.
Natürliche Antibiotika scheinen also meist die bessere Alternative zu sein – können sie denn die chemischen Ihrer Meinung nach komplett ersetzen?
Dr. Wormer: Ja, ich bin der Meinung, dass grüne Antibiotika die herkömmlichen auf ganzer Linie ersetzen können. In manchen Fällen, in denen synthetische Antibiotika versagt haben, sind grüne Antibiotika ja sogar die einzige Alternative! Das wird in nächster Zukunft immer häufiger vorkommen – eine Folge des schon üblich gewordenen „vorbeugenden“ Einsatzes von Antibiotika in der Massentierhaltung – der beispielsweise in skandinavischen Ländern schon länger konsequent bekämpft wird – und der sinnlosen und unkritischen Verordnung durch Hausärzte. Es gibt in meinen Augen wenig Hoffnung, dass die flächendeckende Antibiotika-Resistenz mit ihren katastrophalen Folgen hierzulande noch abgewendet werden kann.
Wo liegen die Grenzen der Wirksamkeit natürlicher Antibiotika? Wann reichen sie nicht mehr aus?
Dr. Wormer: Das ist nicht die Frage! Fakt ist: Die zunehmende Resistenz ist unausweichlich. Tausende Menschen sterben jedes Jahr an Infektionen durch resistente Keime. Wir müssen anerkennen, dass die modernen Antibiotika längst am Ende sind. Das antibiotische Potenzial von Pflanzen und Naturprodukten ist jedoch bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Seien wir dankbar, dass wir noch diese Chance auf Heilung haben!
Die Nebenwirkungen herkömmlicher Antibiotika sind aufgeklärten Patienten hinlänglich bekannt. Muss man auch bei alternativen Antibiotika mit Nebenwirkungen rechnen?
Dr. Wormer: Keine Wirkung ohne Nebenwirkung, heißt es. Aber viele pflanzliche Antibiotika haben tatsächlich keine medizinisch relevanten Nebenwirkungen. Ganz grundsätzlich lässt sich sagen, dass natürliche Antibiotika bei verantwortungsbewusstem und bestimmungsgemäßem Einsatz deutlich besser verträglich und wesentlich schonender für den gesamten Organismus sind als moderne Antibiotika. Das haben nahezu alle Studien bestätigt. Außerdem profitiert jeder Anwender von den Kombinationswirkungen antibiotischer und immunstärkender Effekte. Nur eines ist klar: Wer geheilt werden möchte, muss „bittere Medizin“ im wahrsten Sinne des Wortes schlucken können.
Alle Medikamente sollten verantwortungsbewusst und mit Bedacht angewendet werden – worauf sollte der Patient im Umgang mit grünen Antibiotika grundsätzlich achten?
Dr. Wormer: Alle Antibiotika – ob modern oder grün – haben ihren Ursprung im Pflanzenreich, in der belebten Natur. Grundsätzlich muss sich ein Patient von der Einstellung verabschieden, seine gesundheitlichen Probleme durch Schlucken einer Pille innerhalb weniger Tage lösen zu wollen. Wer sich grünen Antibiotika zuwendet, vertraut der Kraft der Natur und seinen Selbstheilungskräften. Er wird ein bisschen Geduld benötigen. Das wichtigste Ziel der grünen Antibiotika-Therapie ist der Aufbau und Erhalt eines robusten und leistungsfähigen Immunsystems – und das geht nicht von heute auf morgen. Ist aber dieses Ziel erreicht, haben selbst resistente Keime keine Chance. Einige wenige Ärzte und Apotheker sowie Heilpraktiker beherrschen die grüne Antibiotika-Therapie. Darüber hinaus können Sie mit dem nötigen Wissen über grüne Antibiotika viele Mittel selbst herstellen und bei Bedarf anwenden.
(Texte + Bilder: Mankau Verlag, Mai 2015. Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.)
von Team Mankau Verlag
„Machen wir uns nichts vor: Herkömmliche Antibiotika sind am Ende! Die katastrophale globale Resistenz zahlreicher gefährlicher Keime gegen diese Mittel ist nicht aufzuhalten, und wir können nichts dagegen tun. Aber nutzen wir die Chance, die die Natur uns bietet: Grüne, das heißt natürliche Antibiotika wehren infektiöse Erreger ab, stärken unser Immunsystem und haben – anders als ihre konventionellen ‚Kollegen‘ – keine schädliche Wirkung auf die Darmflora. Außerdem sind sie kaum zu ‚knacken‘.“ Dr. med. Eberhard J. Wormer, Arzt und Autor des Ratgebers „Grüne Antibiotika“, sieht in der antibiotischen Wirkung vieler Heilpflanzen und Pilze die letzte Chance gegen MRSA und andere resistente Krankheitskeime.
Herr Dr. Wormer, Sie haben sich eingehend mit dem Thema „Grüne Antibiotika“ auseinandergesetzt – was versteht man darunter, und wie unterscheiden sich grüne Antibiotika von herkömmlichen?
Dr. Wormer: Unter „grünen Antibiotika“ versteht man antibiotisch wirksame Heilmittel, die im Gegensatz zu den herkömmlichen Antibiotika nicht bevorzugt chemisch, biotechnisch oder synthetisch hergestellt wurden. Früher war meist von pflanzlichen oder „alternativen“ Antibiotika die Rede. Heute zählt man nicht nur Pflanzen und Pilze, sondern auch Naturprodukte wie Blütenhonig sowie Vitamin D, das in Nahrungsmitteln vorkommt und in der Haut durch Sonnenlicht produziert wird, zu den natürlichen Mitteln der Infektabwehr. Wichtige Unterschiede sind sicher, dass sie die Darmflora nicht schädigen und bislang keine Resistenzen von Erregern gegen grüne Antibiotika bekannt und zum Glück auch kaum zu erwarten sind.
Welche Vorteile haben alternative Antibiotika gegenüber ihren synthetischen „Kollegen“?
Dr. Wormer: Der größte Vorteil pflanzlicher Antibiotika ist ihre komplexe Wirkstoff-Komposition. Anders als bei konventionellen Antibiotika, die meist nur einen Wirkmechanismus haben, sind grüne Antibiotika von bakteriellen Angreifern nicht so leicht zu „knacken“. Zudem vermitteln sie meist kombinierte Wirkungen wie Immunstärkung sowie direkte und indirekte antibiotische Effekte. Darüber hinaus schonen sie, wie eben schon erwähnt, die körpereigene Bakterienflora. Wer moderne Antibiotika schluckt, muss damit rechnen, dass es Wochen dauern kann, bis die Darmflora wieder regeneriert ist. Eine geschädigte Darmflora macht jedoch anfällig für neue Infektionen – die Einnahme herkömmlicher Antibiotika kann also zu einem Teufelskreis führen.
Dank der Naturheilkunde ist heute eine große Zahl an wirksamen Heilpflanzen bekannt – welche davon sind im Hinblick auf ihre antibiotische Wirkung am bedeutendsten?
Dr. Wormer: Es gibt Tausende Studien, die alternative antibiotische Wirkstoffe in Säften, Tropfen, Tinkturen, als Tee und Pulver oder Tabletten bei Infektionskrankheiten untersucht haben. Nach meiner Kenntnis würde ich Cryptolepis, Sida, Beifuß, Echinacea, Ingwer, Honig und Vitamin D als die wichtigsten grünen Antibiotika einstufen.
Herkömmliche Antibiotika sind wegen zunehmender Resistenzen und ihrer Nebenwirkungen in die Schlagzeilen gekommen. Bei welchen Krankheiten können natürliche Antibiotika ihren Platz einnehmen?
Dr. Wormer: Grundsätzlich sind alle grünen Antibiotika mehr oder weniger stark gegen Bakterien und Parasiten wirksam, die Infektionskrankheiten verursachen. Grüne Antibiotika helfen bei Infektionen der Atemwege (Bronchitis, Sinusitis u. a.), der Haut (z. B. Wunden oder Ekzeme) und der Schleimhäute sowie bei Magen-Darm- und Harnwegsinfektionen. Und nicht zu vergessen: auch bei Malaria. Das sind die häufigsten Infektionskrankheiten. Wir beobachten eine alarmierende Zunahme von Krankheits- und Todesfällen durch MRSA und andere Krankenhauskeime – für Menschen, die sich mit diesen Antibiotika-resistenten Erregern angesteckt haben, sind grüne Antibiotika die letzte Hoffnung.
Natürliche Antibiotika scheinen also meist die bessere Alternative zu sein – können sie denn die chemischen Ihrer Meinung nach komplett ersetzen?
Dr. Wormer: Ja, ich bin der Meinung, dass grüne Antibiotika die herkömmlichen auf ganzer Linie ersetzen können. In manchen Fällen, in denen synthetische Antibiotika versagt haben, sind grüne Antibiotika ja sogar die einzige Alternative! Das wird in nächster Zukunft immer häufiger vorkommen – eine Folge des schon üblich gewordenen „vorbeugenden“ Einsatzes von Antibiotika in der Massentierhaltung – der beispielsweise in skandinavischen Ländern schon länger konsequent bekämpft wird – und der sinnlosen und unkritischen Verordnung durch Hausärzte. Es gibt in meinen Augen wenig Hoffnung, dass die flächendeckende Antibiotika-Resistenz mit ihren katastrophalen Folgen hierzulande noch abgewendet werden kann.
Wo liegen die Grenzen der Wirksamkeit natürlicher Antibiotika? Wann reichen sie nicht mehr aus?
Dr. Wormer: Das ist nicht die Frage! Fakt ist: Die zunehmende Resistenz ist unausweichlich. Tausende Menschen sterben jedes Jahr an Infektionen durch resistente Keime. Wir müssen anerkennen, dass die modernen Antibiotika längst am Ende sind. Das antibiotische Potenzial von Pflanzen und Naturprodukten ist jedoch bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Seien wir dankbar, dass wir noch diese Chance auf Heilung haben!
Die Nebenwirkungen herkömmlicher Antibiotika sind aufgeklärten Patienten hinlänglich bekannt. Muss man auch bei alternativen Antibiotika mit Nebenwirkungen rechnen?
Dr. Wormer: Keine Wirkung ohne Nebenwirkung, heißt es. Aber viele pflanzliche Antibiotika haben tatsächlich keine medizinisch relevanten Nebenwirkungen. Ganz grundsätzlich lässt sich sagen, dass natürliche Antibiotika bei verantwortungsbewusstem und bestimmungsgemäßem Einsatz deutlich besser verträglich und wesentlich schonender für den gesamten Organismus sind als moderne Antibiotika. Das haben nahezu alle Studien bestätigt. Außerdem profitiert jeder Anwender von den Kombinationswirkungen antibiotischer und immunstärkender Effekte. Nur eines ist klar: Wer geheilt werden möchte, muss „bittere Medizin“ im wahrsten Sinne des Wortes schlucken können.
Alle Medikamente sollten verantwortungsbewusst und mit Bedacht angewendet werden – worauf sollte der Patient im Umgang mit grünen Antibiotika grundsätzlich achten?
Dr. Wormer: Alle Antibiotika – ob modern oder grün – haben ihren Ursprung im Pflanzenreich, in der belebten Natur. Grundsätzlich muss sich ein Patient von der Einstellung verabschieden, seine gesundheitlichen Probleme durch Schlucken einer Pille innerhalb weniger Tage lösen zu wollen. Wer sich grünen Antibiotika zuwendet, vertraut der Kraft der Natur und seinen Selbstheilungskräften. Er wird ein bisschen Geduld benötigen. Das wichtigste Ziel der grünen Antibiotika-Therapie ist der Aufbau und Erhalt eines robusten und leistungsfähigen Immunsystems – und das geht nicht von heute auf morgen. Ist aber dieses Ziel erreicht, haben selbst resistente Keime keine Chance. Einige wenige Ärzte und Apotheker sowie Heilpraktiker beherrschen die grüne Antibiotika-Therapie. Darüber hinaus können Sie mit dem nötigen Wissen über grüne Antibiotika viele Mittel selbst herstellen und bei Bedarf anwenden.
(Texte + Bilder: Mankau Verlag, Mai 2015. Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.)