
Das duftende, lila blühende Kraut ist ein Alleskönner: es wirkt entspannend im Kopfkissen oder in der Badewanne, hilft bei Unruhe und Verstimmungen, lindert Insektenstiche und verfeinert Speisen.
So zum Beispiel im Film „Birnenkuchen mit Lavendel“, denn die Kultblüte hat sogar einen Kinofilm inspiriert. Der Lavendel ist vielseitig wie kaum ein anderes Kraut und gleichzeitig sehr symbolträchtig. Die lila Felder stehen für Sommer, Sonne, Südfrankreich – und eine Sehnsucht, die sich kaum in Worte fassen lässt.
Wilder Berglavendel – die beste Lavendelart
Doch Lavendel ist nicht gleich Lavendel. Die beste Art ist der wilde Berglavendel. Er ist aromatischer und enthält viel mehr Linalylacetat – den Stoff, der für das charakteristische Aroma verantwortlich ist. „Simply the best“ – so das Urteil von Farfallas Aromatologen Jean-Claude Richard über den wilden Berglavendel im Vergleich zu anderen Arten.
Der Berglavendel wächst nicht auf Feldern, sondern in freier Natur auf der steinigen Fläche der Cevennen in 900 bis 1.800 Metern Höhe. Er muss von Hand geschnitten werden. Diese anstrengende Arbeit übernimmt die Frauenkooperative Plante Infuse.

Echte Handarbeit der Frauenkooperative Plante Infuse
„Wir arbeiten hier wie im Mittelalter und ernten den Berglavendel mit Sicheln, beugen uns beim Schneiden in die Knie und sammeln die geschnittenen Pflanzen in einem Tuch auf dem Rücken“ erklärt Claire Moucout, die Gründerin der Kooperative.
Diese Handarbeit hat ihren Preis: Aus 250 Kilo Berglavendel gewinnen die Frauen von Plante Infuse ein Kilo ätherisches Öl in Bio-Qualität. Kostenpunkt: 380 Euro. Zum Vergleich: Bulgarisches Lavendelöl ist bereits für 80 bis 110 Euro pro Kilo zu haben.
Nicht nur die Ernte, auch das Destillieren geschieht bei Plante Infuse ganz traditionell – in einer Wasserdampf-Destillerie. Der Dampf nimmt dabei den Duft des Lavendels auf und beim anschließenden Abkühlen entsteht Lavendelwasser. Da das ätherische Öl schwerer als Wasser ist, schwimmt es obenauf. So gewinnen die Frauen am Ende sowohl ein Lavendel-Hydrolat, das unter anderem wie ein Tonic verwendet werden kann, als auch das reine ätherische Öl.
Farfalla bezieht pro Jahr 30 bis 40 Kilogramm ätherisches Öl von Plante Infuse. Und das bereits seit den 1980er Jahren, als Jean-Claude Richard, Mitbegründer von Farfalla, Claire Moucout kennenlernte. „Claire ist für mich eine Pflanzenflüsterin“, so Richard, „von ihr haben wir unglaublich viel gelernt, nicht nur über den Lavendel. Welche Pflanzen sich mögen und welche Nachbarn sie bevorzugen, wann der richtige Zeitpunkt zum Pflücken ist, welche man nur jedes zweite Jahr aufsuchen soll und vieles mehr wissen wir von ihr.“
Der wilde Berglavendel war auch das erste „Grand Cru Projekt“ von Farfalla. Die firmeneigene Auszeichnung „Grand Cru“ bekommen Partner, die neben dem BioAnbau noch einen weiteren sozialen Mehrwert bieten. Inzwischen hat Farfalla sechs solcher Partner in aller Welt wie den indischen Biofarmer Murali, der alleinerziehende Frauen unterstützt, oder die Produzentin Mimi, die 3.000 RavintsaraBäume für ein Fair-Trade-Projekt auf Madagaskar gestiftet hat.
Anwendung des ätherischen Berglavendel-Öls
In eine Duftlampe gefüllt wirkt das ätherische Öl beruhigend, ausgleichend und entspannend. Es sorgt auch für guten Schlaf.
Pur auf Insektenstiche aufgetragen hilft es gegen den Juckreiz.
TIPP: Für eine schlaffördernde und hautberuhigende Maske 1 Tropfen Berglavendelöl in eine Portion Intense moisture Feuchtigkeitsmaske geben, auf die Haut auftragen, 10 bis 15 Minuten einwirken lassen und dann abspülen. Ein schönes Pflegeritual nach einem aufreibenden Tag, das Haut und Geist entspannt.

Wilder Berglavendel
Ätherisches Öl von Farfalla, Bio-Qualität, 5 ml, 9,90 Euro.
Der wilde Berglavendel ist außerdem in einigen Produkten von Farfalla enthalten, etwa im Roll-On oder Bodyspray Gute Nacht, beide aus der Relax-Serie – zum Entspannen, Durchschlafen und für süße Träume (Roll-on: 10 ml, 9,50 Euro; Bodyspray: 20 ml, 7,40 Euro). Ganz neu: Das Gesichtsöl pure sensitive mit wildem Berglavendel. Beruhigt und nährt die empfindliche Haut (20 ml, 19,90 Euro).
Weitere Infos: www.farfalla.ch
(Text + Fotos: Farfalla, 18.05.2016)
