Jun 212017
„Von der Nadel bis zur Wurzel“ – Fichtenzauber im Waldhotel Tann****

Blick auf das Waldhotel Tann ~ Foto: Waldhotel Tann / Armin Huber

Blick auf das Waldhotel Tann ~ Foto: Waldhotel Tann / Armin Huber

Die Fichte im südtiroler Waldhotel Tann

Im Waldhotel Tann**** nimmt nachhaltiges Denken und Handeln einen sehr hohen Stellenwert ein. Neben dem großen Angebot an umweltbewussten Alternativen, greifen die Inhaber Barbara und Markus Untermarzoner unter anderem zu einem ursprünglichen, in der Geschichte der Landwirtschaft tief verwurzelten Prinzip: „from nose to tail“.  Es geht um die restlose, vielfältige und damit nachhaltige Verwertung von dem, was Mutter Natur gibt.

Das eigentlich auf das Tier angewandte Prinzip funktioniert ebenso hervorragend, münzt man es auf die Verwertung pflanzlicher Produkte um. Ganz im Sinne der Tann-Philosophie verwertet man im Waldhotel vor allem die Fichte von der Nadel bis zur Wurzel.

Auch in Deutschland hat sie einen hohen Stellenwert – dort wurde sie zum Baum des Jahres 2017 gekürt.

Nachhaltig gesund entschleunigen

Um einen nachhaltigen Lebensstil zu verfolgen braucht es Mut, Überzeugung und vor allem Hingabe zum Produkt. Im Hause Tann werden diese Grundsätze Tag für Tag aktiv aufs Neue umgesetzt. Als Mitglied der Organisation Slow Food Italien, kocht Barbara Untermarzoner bewusst gegen das weitverbreitete „schnelle Essen“ und fördert damit einerseits den Erhalt der regionalen Küche mit pflanzlichen und tierischen Produkten aus der Heimat, andererseits steigert sie auch das Genuss- und Nachhaltigkeitsbewusstsein ihrer Gäste.

Nicht nur, dass durch den Slow-Food-Gedanken regionale Wirtschaftskreisläufe wieder gestärkt werden, auch der Respekt gegenüber dem, was Mutter Natur tributfrei gibt, wird in den Köpfen der Gesellschaft wieder größer. Jeder Mensch hat das Recht auf Genuss, doch nur die Wenigsten wissen, wie viel Persönlichkeit und Vielfalt tatsächlich in natürlichen Produkten stecken, die vielleicht auf den ersten Blick den Anschein manchen, charakterlich einfach gestrickt zu sein. Besonders die Flora birgt in diesem Zusammenhang vielversprechende Schätze.

Fichte ~ Foto: Waldhotel Tann

Die Fichte im Waldhotel Tann**** 

Vor dem Hintergrund der restlosen Verwertung natürlicher Vorkommnisse rund um das Waldhotel Tann spielt besonders die Fichte eine wichtige Rolle, da sie nicht nur kulinarisch sondern auch im Bereich der Gesundheit, Wellness, und Deko vielseitig einsetzbar ist und somit restlos eingesetzt wird. Das hochgewachsene Kieferngewächs ist sowohl aufgrund seiner weitverbreiteten forstwirtschaftlichen Nutzung von großer Bedeutung als auch wegen seiner vielfältigen Verwendung der Nadeln, Zapfen und Zweige.

Die Wellness-Fichte

Taucht man ein in die Welt der Wohlfühloase des Waldhotels, so gibt es das allseits bei den Gästen beliebte Waldkräuterbad. Hierbei handelt es sich um ein Vollbad in einer Holzwanne. Der Hauptbestandteil des Kräuterbads sind Fichtennadelspitzen, welche Muskulatur und Sinne entspannen. Sie fördern die Durchblutung, dienen der Hautpflege und wirken schleimlösend. Der intensive Duft der Fichte lässt einen den Wald nicht nur riechen, sondern auch spüren.

Idylle im Waldhotel Tann ~ Foto: Waldhotel Tann / Armin Huber

Fichten-Kulinarik

Aus bloßen Fichtennadeln gewinnt Barbara Untermarzoner eines der wertvollsten Güter unserer Zeit: Die Rede ist von Honig. Nach traditionellem Rezept wird süßer Fichtennadelhonig hergestellt, der zudem käuflich zu erwerben ist.

Doch die Fichte kann auch deftig: Die Gäste des Tann werden mit Fichtennadelpesto und Fichtennadelhalbgefrorenem verzaubert. Um den Fischgerichten im Hause ein intensives Aroma zu verleihen, werden diese stets mit den Zapfen der Fichte gebraten.

Dürstet einem nach Erfrischung, eignet sich am besten ein Glas Lodenmoor-Quellwasser mit einem Fichtenzweig versehen. Dieser Energiebringer wird im Waldhotel stets als Begrüßungsgetränk gereicht. Beim Genuss des aromatisch nach Fichte schmeckenden Quellwassers vom benachbarten Lodenmoor, wird dem Körper die verlorengegangene Kraft vollumfänglich zurückgegeben.

Fichten-Deko und Tann-Philosophie

Doch die Fichte ist nicht nur in der Küche und im Wellness-Bereich zu Hause. Vor allem ist das Kieferngewächs Teil der Tann-Philosophie. Wohin man schaut, befinden sich liebevoll dekorierte Fichtenzweige und –zapfen, die einerseits dem Deko-Zweck dienen, andererseits auch die Bedeutung von Gesundheit, Natur und Erholung tragen. So hat die Fichte ihren festen Platz im Leitgedanken des Waldhotel Tann – „Licht – luftig – g´sund“.

Ein Rezept aus dem Waldhotel Tann:
Zuckersüßer Fichtennadelhonig

Zutaten:

Für ca. 500 g Honig benötigt man

  •  500 g Fichtenspitzen
  •  1 l Wasser
  •  1 kg Rohrzucker

Zubereitung:

  • Die Fichtenspitzen im Wasser aufkochen, vom Herd nehmen und über Nacht ziehen lassen.
  • Abseihen und die Fichtenspitzen wegwerfen.
  • Den Rohrzucker in die Flüssigkeit mischen, unterrühren und kurz erhitzen.
  • Abkühlen lassen.
  • Das Erhitzen und Abkühlen so lange wiederholen, bis die Konsistenz von Honig erreicht wird.
  • Heiß in kleine Gläser abfüllen.

Schmeckt ausgezeichnet auf dem morgendlichen Butterbrot!

Fest steht: Wer nachhaltig leben möchte, braucht sich nicht auf eine Reise durch Anti-Globalisierungsmethoden zu begeben, sondern sollte im Kleinen damit beginnen und zu dem zurückkehren, was Mutter Natur vorgesehen hat. Jeder kann sein Wissen über die Schätze, die unsere wundervolle Erde seit Jahrtausenden birgt, erweitern. 

Foto: Waldhotel Tann / Florian Berger

Über das Hotel Tann****

Das inhabergeführte Hotel Tann der Familie Untermarzoner liegt an einem ganz besonderen Kraftort zwischen Südtirols idyllischen Waldlichtungen und dem Bergpanorama der Dolomiten. Auf 1.500 Meter über dem Mittelmeer, in Klobenstein am Ritten, treffen moderne Eleganz, Tradition und vor allem Nachhaltigkeit zusammen und schaffen so ein Ambiente des Wohlfühlens – ganz nach der Philosophie „licht – luftig – g’sund“! Das Hotel verfügt über insgesamt 20 Hotelzimmer und sieben Suiten der verschiedensten Kategorien, die alle vom typischen Tann-Ambiente und von südtiroler Naturholz geprägt sind. Desweiteren gibt es zur Erholung den „Ort der Stille 1500m“, einen Panoramasaal, einen Wintergarten, eine Bauernstube, die Hotelbar „Bergfeuer“ sowie die neu gestaltete Panoramalounge. Für das leibliche Wohl sorgen Hausherrin Barbara und die Tann-Küche des Restaurants nach dem Motto „Vom Wald auf den Tisch“. Der Wellnessbereich „Pinus Mugo“ bietet drei unterschiedliche Saunen – das Brotbad, das einzigartig in Italien ist, das 60°-Brechelbad und das 90°-Zirbenstüberl, die neben dem beheizten Solewasser-Panoramapool für Entspannung sorgen. Auch verfügt das Hotel über SPA-Anwendungen rein auf der Basis von Naturkosmetik sowie der hauseigenen Pflegelinie Tann****. Die Gegend um das Hotel eignet sich im Sommer zum Wandern, Walking, Berglauf, Biken und Reiten. Im Winter bieten sich Wanderungen, Schneewandern, Skisportarten, Rodeln und Eissportarten als Outdoor-Aktivitäten an. Das Gebiet um das Sonnenplateau Ritten kann mit der RittenCard erkundet werden, die in den Zimmerpreisen des Hotels inbegriffen ist.  

Angebote für einen Aufenthalt finden Sie hier: tann.it/de/preise-angebote/kurzurlaub-suedtirol

Weitere Informationen zum Hotel Tann**** finden Sie unter: tann.it/de  sowie auf Facebook.


(Text + Fotos: Hotel Tann, 21.06.2017)

 

Kräuterfee Karin Myria

Hier schreibt Karin Myria - Kräuterfee, Medizinfrau, Mystikerin, Coach, Fachautorin und Speakerin. Vor rund 30 Jahren habe ich meine Begeisterung für Wildkräuter und Heilpflanzen entdeckt. Begonnen habe ich mit der Aromatherapie und der Herstellung von Naturkosmetik, später kam die Wildkräuter- und Heilpflanzenkunde hinzu. Seit 2012 gebe ich Wildkräuter- und Jahreskreis-eWorkshops. ~ Besuche mich gerne auch auf meiner Haupt-Website: www.karin-myria-pickl.com. Ich freue mich!


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